Lemocin darf nicht eingenommen werden, - wenn Sie allergisch gegen Tyrothricin, Cetrimoniumbromid, Lidocain (bzw. ein ähnliches Betäubungsmittel) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- bei größeren, frischen Wunden im Mund- und Rachenraum.
- bei bradykarder Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche mit langsamer Schlagfolge des Herzens).
- bei Entzündungen in Mundhöhle, Hals oder Rachen auf Grund von Bestrahlungsschäden.
- bei Patienten mit Bronchialasthma oder anderen Atemwegserkrankungen, die mit einer ausgeprägten Überempfindlichkeit der Atemwege einhergehen.
Die Inhalation von Lemocin kann zu Atemnot führen oder einen Asthmaanfall auslösen.
- bei Kindern unter 12 Jahren (siehe auch „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Lemocin einnehmen. Bitte melden Sie besondere Reaktionen und Nebenwirkungen unverzüglich Ihrem Arzt. Bei eitriger Mandelentzündung mit Fieber muss der Arzt entscheiden, welche Behandlung für Sie am besten ist (z.B. Behandlung mit Antibiotika zum Einnehmen) und ob Lemocin zusätzlich zur Linderung der Beschwerden angewendet werden soll. Die alleinige Anwendung von Lemocin stellt keine ausreichende Behandlung für schwere bakterielle Mandelentzündungen (Streptokokken-Angina) dar und kann möglichen Folgeerkrankungen nicht vorbeugen. Bei Anzeichen auf Anschwellen der Hals- und Rachenschleimhäute setzen Sie bitte Lemocin sofort ab und kontaktieren Sie einen Arzt. Örtliche Betäubungsmittel können das Schlucken beeinträchtigen und die Gefahr des Verschluckens erhöhen. Das Vorliegen einer Schwangerschaft ist dem Arzt mitzuteilen. Bei Fortbestand der Beschwerden oder wenn der erwartete Erfolg durch die Anwendung nicht eintritt, ist ehestens, spätestens nach 4-5 Tagen, eine ärztliche Beratung erforderlich. Um Übelkeit zu vermeiden, sollte Lemocin nicht auf nüchternen Magen eingenommen werden.
Beenden Sie die Anwendung von Lemocin und suchen Sie einen Arzt auf, wenn - während der Therapie neue Infektionen durch Bakterien oder Pilze auftreten oder - länger anhaltender oder starker Durchfall auftritt oder Sie unter Bauchkrämpfen leiden.
Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Einnahme von Lemocin zusammen mit anderen Arzneimitteln Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Die Wirkung von Cetrimoniumbromid kann durch gleichzeitige Anwendung von Zahnpasten oder anderen sogenannten anionischen Tensiden verringert werden.
Einnahme von Lemocin zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol Lemocin sollte nicht während oder kurz vor dem Trinken oder Essen eingenommen werden. Die örtlich betäubende Wirkung von Lidocain kann ein Taubheitsgefühl von Zunge und Mund- bzw. Rachenschleimhaut verursachen und das Schlucken beeinträchtigen. Essen oder trinken Sie nichts, solange die Betäubung andauert.
Lemocin enthält Natrium und Sorbitol Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.
Dieses Arzneimittel enthält 1091,8 mg Sorbitol (E 420)/Tablette: Sorbitol ist eine Quelle für Fructose.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bevor Sie (oder Ihr Kind) dieses Arzneimittel einnehmen oder erhalten, wenn Ihr Arzt Ihnen mitgeteilt hat, dass Sie (oder Ihr Kind) eine Unverträglichkeit gegenüber einigen Zuckern haben oder wenn bei Ihnen eine hereditäre Fructoseintoleranz (HFI) (eine seltene angeborene Erkrankung, bei der eine Person Fructose nicht abbauen kann) festgestellt wurde.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Wenden Sie Lemocin
NICHT mehr an und suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn bei Ihnen oder Ihrem Kind folgende Beschwerden auftreten, die Anzeichen einer allergischen Reaktion sein können:
- Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken.
- Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen.
- Starker Juckreiz der Haut mit einem roten Hautausschlag oder erhöhten Beulen.
Diese Nebenwirkungen treten sehr selten (können bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen) auf.
Weitere mögliche Nebenwirkungen Nebenwirkungen, welche selten auftreten (können bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen) Veränderte Geschmackswahrnehmung oder Taubheit des Mundraumes.
Nebenwirkungen, welche sehr selten auftreten (können bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen) Vor allem bei hoher Dosierung Durchfälle auf Grund des Sorbitgehaltes. Übelkeit. Bei häufiger und regelmäßiger Einnahme über längere Zeit örtlich begrenzte Reizungen der Schleimhäute, wie etwa Kratzen oder Brennen im Mund und Rachen. Die Anwendung von Tyrothricin auf frischen Wunden kann zu Blutungen führen.
Meldung von Nebenwirkungen Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.